Wissenschaftliche und institutionelle Bewertungen zur Causa
Kurzüberblick
Gegenstand: Veröffentlichung von Daniel Peters und Matthias Lemke zu Prof. Dr. Stephan Maninger im Jahrbuch Öffentliche Sicherheit
Veröffentlichung: 2023
Spätere wissenschaftliche Bewertung: Gutachten von Prof. Dr. Thomas Jäger und Prof. em. Dr. Joachim Krause kommen zu deutlich abweichenden Ergebnissen
Behördliche Einordnung: Umfangreiche Untersuchungen ergaben keine straf- oder disziplinarrechtlich relevanten Feststellungen
Aktueller Stand: Die Bundesregierung griff die Causa 2026 in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage erneut auf und bestätigte zentrale Entlastungspunkte
Dokumentation: Vollständige Unterlagen und Einordnungen auf stephan-maninger.de
Im Jahrbuch Öffentliche Sicherheit erschien 2023 ein Beitrag von Daniel Peters und Matthias Lemke, der Veröffentlichungen des Sicherheitspolitikwissenschaftlers Prof. Dr. Stephan Maninger politisch einordnet und daraus weitreichende Schlussfolgerungen ableitet.
Zu dieser Veröffentlichung liegen inzwischen mehrere wissenschaftliche Gegenbewertungen sowie behördliche und institutionelle Einordnungen vor. Externe Gutachten von Prof. Dr. Thomas Jäger und Prof. em. Dr. Joachim Krause kommen zu deutlich anderen Ergebnissen als Peters und Lemke. Sie kritisieren unter anderem die politische Umdeutung wissenschaftlich-analytischer Begriffe, die unzureichende Berücksichtigung des internationalen Forschungsstands sowie methodische Schwächen bei der Interpretation einzelner Textpassagen.
Wissenschaftliche Gegenbewertungen
Prof. Dr. Thomas Jäger kommt in seiner gutachterlichen Stellungnahme zu dem Ergebnis, dass Maninger wissenschaftlich gebräuchliche analytische Begriffe verwendet und in seinen Texten keine neu-rechten oder identitären Positionen vertritt.
Prof. em. Dr. Joachim Krause kritisiert in seinem Gutachten für die Bundespolizeiakademie Lübeck insbesondere die fehlende Einordnung von Maningers Arbeiten in die internationale Forschung zu ethnischen Konflikten und Sicherheitspolitik. Zudem beanstandet er die Umdeutung empirischer Analysen in politische Positionierungen.
Behördliche und institutionelle Einordnung
Auch über die wissenschaftlichen Gutachten hinaus wurde die Causa mehrfach geprüft und öffentlich eingeordnet. Verwaltungsermittlungen der Bundespolizei ergaben keine Hinweise auf straf- oder disziplinarrechtlich relevantes Verhalten.
Im Juli 2026 griff zudem eine Kleine Anfrage im Deutschen Bundestag zentrale Vorwürfe erneut auf. Die Bundesregierung verwies in ihrer Antwort auf bereits bekannte und aufgeklärte Vorwürfe sowie auf wissenschaftliche Bewertungen mit gravierender methodischer Kritik an späteren Gutachten.
Vollständige Dokumentation zur Causa Stephan Maninger
Eine ausführliche Dokumentation der Gutachten, behördlichen Prüfungen, parlamentarischen Einordnungen und weiteren Entwicklungen findet sich auf der Website von Prof. Dr. Stephan Maninger:
Stand der Einordnung (September 2026): Diese Seite berücksichtigt die nach Veröffentlichung des Beitrags hinzugekommenen wissenschaftlichen, behördlichen und parlamentarischen Bewertungen.